1996

Ein anstrengendes Jahr & die erste Homepage

Das erste Ereignis, das man 1996 in der Welt von den Astronomen in Mariazell vernimmt, kommt übers neue Informationsmeduim, dem Internet.

Meine eigene Wenigkeit hatte die Möglichkeit wahrgenommen, bei damaligem Internet-Gastgeber Heiko Schwarz in Graz eine Homepage für den Verein zu bekommen, danke nochmals Heiko! Nach einigen typischen htm-Problemchen ging dann die ASTROTEAM MARIAZELLERLAND HOMEPAGE am 1. Juli 1996 auf Sendung.

Es gab viele, vorwiegend positive Reaktionen von ausländischen und österreichischen Amateurastronomen, wobei in österreichischen Einzelfällen bemängelt wurde, daß die gesamte Homepage "nur" in englischer Sprache vorlag. Später kam aber doch eine deutscher Teil dazu.

Während die nach Graz ausgewanderten Mariazeller noch an der Homepage tüftelten, lief in Mariazell schon die "Baumaschinerie" der begeisterten Mariazeller Amateurastronomen an, es wurden wirklich keine Kosten und Mühen gescheut, um das Projekt : "Volkssternwarte Mariazellerland" nun auch praktisch in die Tat umsetzen.

Eine kleine Aufzählung der Baumaßmahmen bestätigt dies : zuerst wurde das Fundament des ca. 80 Quadratmeter umfassenden Hauptgebäudes ausgehoben, mit Sand und Beton dann gefestigt und einzementiert. Nach dem Trocknen wurde dann mit den Maurerarbeiten begonnen.

Die achteckige Konstruktion weist einen Hauptaufenthaltsraum, einen Computerraum und ein Archiv auf, dazu kommen noch eine Toilette und eine Abstellkammer, sowie eine Betonstiege hinauf zur Kuppel.
Nach den zwei Wochen dauernden Arbeiten konnte man danach mit dem Bau der Decke beginnen, es handelt sich hierbei um eine 50cm dicke Betondecke, die die gesamte Fläche überdacht. Zur Erhöhung der Stabilität wurden überdurchschnittlich viele Stahlgitter in die Decke eingelassen.
Als nach ein paar Wochen alles ausreichend getrocknet war, wurde im September mit der Konstruktion des Holzdaches begonnen, es wurde schon der Kranz für die Kuppel gelegt, die einen Durchmesser von 5m aufweisen wird. Der letzte Abschnitt war dann Ende Oktober, wo die Fenster und Türen der Sternwarte geliefert und eingebaut.

Was natürlich hinter dieser kurzen Aufzählung der Bauarbeiten steht, kann anhand der gezeigten Bilder geahnt werden, unzählige freiwillige Arbeitsstunden machen zusammen schon eine ganze Menge aus und erleichtern das Budget des Vereins maßgeblich.

Der Verein war beim Stadtfest Mariazell präsent und faszinierte viele Touristen mit Anblicken der Sonne und des Mondes.

Im August 1996 war ein Team des steirischen Rundfunks bei unserer Sternwarte zu Gast und drehte einen 3-minütigen Film über unsere Projekt. Der Beitrag wurde in Steiermark Heute und in Willkommen Österreich ausgestrahlt.

Bei der teilweisen Sonnenfinsternis im Oktober 1996 herrschte reger Andrang an der Beobachtungsstation - so mancher machte seine ersten astronomischen Erfahrungen.

Das letzte hier aufgezählte Ereignis war die partielle Sonnenfinsternis vom 12.10.1996, wo sich Clubmitglieder, ungefähr 20 Personen aus Mariazell sowie einige Touristen auf der Sternwarte versammelten, um diesem Naturschauspiel beizuwohnen.