08.01.2007, 1610-1745 Uhr, Günther Eder Für heute abend hatte ich mir eine Beobachtung bzw. die Aufnahme des aktuellen Kometen McNaught vorgenommen. Entgegen meiner Erwartung hatte sich der Himmel in den Nachmittagsstunden total aufgeklart. Um 16.10 Uhr öffnete ich die Sternwarte, die Sonne war soeben hinter den Bergen entschwunden. Das Teleskop wurde intialisiert und auf die Position von McNaught ausgerichtet. Ein erster Blick durchs Okular zeigte: Nichts. Es war einfach noch zu hell. Aber ich blieb dran und versuchte stetig im milchigen Hintergrund Helligkeitsunterschiede auszumachen. Und dann plötzlich um 16.33 Uhr: Wie hingezaubert stand der Komet als gleißendes Lichtpünktchen mitten im Okular. Sofort versuchte ich mit der bereits laufenden SBig St7 eine Aufnahme zu machen; der Erfolg hielt sich jedoch in Grenzen, auch bei 0,12sec (kürzest mögliche BelZeit) war das Feldtotal überbelichtet. Also bleibt nur eines - warten auf das Fortschreiten der Dämmerung. Leider mußte ich bei einem Blick aus der Kuppel auch feststelen dass nicht nur die Dämmerung sondern auch eine Wolkenbank dabei war forstzuschreiten - nämlich exakt in Richtung der Kometenposition. Schon beginnt die Wolkenbank den Kometen zu "verstecken" - zwischendurch bleiben aber noch ein paar kurze Blicke. Sekundenweise kann ich deutlich eine Koma mit kugelförmiger Schockwelle erkennen, im SCT16" ist auch ein Schweifansatz da. Doch das wars dann auch schon - um 16.48 Uhr ist es endgültig vorbei. Trotzdem, es hat sich gelohnt auch wenn ich trotz hochgerüsteten Teleskopen kein brauchbares Bild vom Kometen einfangen konnte. Einen derart hellen Kometen gab es schon lange nicht mehr, schade dass er uns schon in kurzer Zeit wieder abhanden kommen wird. Aber wie heißt es doch so schön: Heute ist nicht alles Tage - ich schau wieder (in den nächsten drei Tagen) keine Frage....