2006-12-11, 17.15 - 24.00 Uhr
Günther Eder


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CCD-Beobachtung
Nachdem sich wieder ein vermutlich kurzfristiges Hochdruckgebiet aufgebaut hat wird der heutige Abend sofort zur Aufnahme von aktuellen Objekten genutzt.
Komet M4 Swan
Nach den üblichen  Einstellarbeiten wird der Komet Swan aufgenommen. Im SCT 16" zeigt er bei f=4000mm auf den Rohbildern gleich einen recht schönen Schweifansatz, mehrere Belichtungen werden durchgeführt um diese später aufsummieren zu können. Beim Kometen hat die Paramount Montierung freie Hand und führt auf den Kometenkopf nach, die Sterne werden zu leichten Strichspuren verwischt.
Helixnebel
Danach versuche ich ein detailreiches Bild vom Helixnebel aufzunehmen. Doch sofort nach der ersten längeren Belichtung steht fest dass das herrschende Seeing eine gute Aufnahme unmöglich machen wird.
NGC 7217
Ich schwenke zu NGC 7217 - eine runde Galaxie im Sternbild Pegasus. Nach ein paar Tests und einigen Softwareproblemen mit CCDSoft und der Guidingkamera (ich betreibe die Sternwarte wieder mal "remote"  - dh vom gut geheizten Aufenthaltsraum aus - draussen ist es schon beissend kalt) läuft alles wieder problemlos. Die St10 XME ist am SCT 16" montiert und nimmt bei f=4000mm das Bild auf, die Nachführkontrolle übernimmt die St7 am VC200L. Mehrere Luminanzbilder werden aufgenommen, zum Schluß folgen die RGB-Images.
Nach 90 Minuten in der "warmen Stube" gehe ich wieder hinauf in die Sternwarte und kontrolliere das Instrumentarium. Die Kuppel ist aussen schon total angereift, das Thermometer zeigt -8,8 Grad bei hoher Luftfeuchtigkeit (85 Prozent); eine ungemütliche Atmosphäre.
Messier 76
Ich positioniere Messier 76 und beginne mit einer weiteren Aufnahmereihe. Der planetarische Nebel Messier 76 steht fast im Zenit und bietet somit optimale Bedingungen für eine detailreiche Aufnahme. Gespannt warte ich das erste Rohbild ab - gleich zeigen sich auch recht deutlich die beiden "Henkel" des Nebels.
IC63
Für das letzte Objekt wird nochmals umgebaut; die ST10XME wird an den AP130 angebaut, IC 63 fokussiert und positioniert. Bei IC63 handelt es sich um eine sehr schwache Nebelstruktur in der Cassiopeia die noch relativ selten dokumentiert ist. Mehrfach werden Luminanzbilder aufgenommen um später addiert zu werden.